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It’s getting serious!

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Quelle: Tumblr

Ich kann nicht schlafen. Da schwirren zu viele ungeordnete Gedanken durch meinen Kopf. Seit zwei Tagen habe ich nun erst meinen Vorlesungsplan für das kommende Semester. Aber diese wenigen Tage haben gereicht um alles aus der Bahn zu werfen.
Erst mal die Beichte in der Arbeit, dass ich Freitag abends nicht mehr arbeiten kann. Das schlechte Gewissen holt mich ein, obwohl ich weiß, dass das Studium wichtiger ist. Der nächste Gedanke, wie ich das alles zeitlich organisieren soll, schießt durch meinen Kopf. Vorlesung, arbeiten, lernen, leben, schlafen. Drei Fächer vorziehen, eins nachholen und ein Wahlfach. Zusätzlich also fünf Stück an der Zahl. Ich habe keine Wahl. Doch natürlich habe ich die. Will aber nicht nach meinem Praxissemester gezwungen sein wieder zurück zu kommen. Also muss alles jetzt erledigt werden. Komme was wolle.

Bei diesem Gedanken macht sich die Angst in mir breit. Erinnerungen an das vergangene Semester, in welchem ich zwar Arbeit und Studium unter einem Hut gebracht habe, es sich allerdings gewaltig auf mein ertragbares Stresslevel und meine Laune geschlagen hat. Okay, ich war auch nicht ganz unschuldig. Hätte ich am Anfang nicht alles so entspannt hingenommen, wäre es vielleicht nicht ganz so ausgeartet.
Aber dieses mal habe ich keine Alternative. Ich muss von Anfang an am Ball bleiben, wenn ich auch nur den Hauch einer Chance haben möchte. Und das macht mir am meisten Angst. Ich bin nicht der Mensch dafür. Kann am besten unter Druck arbeiten. Da mir mein Plan aber keinen anderen Ausweg aufzeigt und ich dadurch permanent unter Druck stehe funktioniert es ja vielleicht sogar. Druck ist keine gute Sache und man sollte sie nicht zu oft und zu lange ausüben. Das weiß ich. Aber vier Monate sind auch nur ein Drittel des Jahres. Und ich habe mir schon vier Semester lang bewiesen, dass ich es kann. Wenn ich es wirklich will alles schaffe.

Ich muss nur dieses eine mal egoistisch sein. Man kann es nicht jedem recht machen. Und auch wenn ich meine Arbeit wirklich sehr gerne mag und sie mir überhaupt erst das Studium ermöglicht, ich kann mich nicht zerreißen. Ich wünschte, ich hätte Hermines Zeitumkehrer. Aber den habe ich nicht. Kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Ich muss Prioritäten setzen. Für meine Zukunft und nicht die Gegenwart arbeiten. Es sind nur vier Monate. Ich muss mein Arbeitspensum verringern. Ich habe keine Wahl. Ich gebe mir keine Andere. Und wieder packt mich das schlechte Gewissen. Obwohl ich keinen Grund dazu habe.
Ich will es halt doch jedem recht machen…

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Ein Kommentar

  1. Victoria I

    Mir geht es momentan ganz ähnlich. Ich beginne nächste Woche auch wieder mit einem Studium und mir zerreißt es jetzt schon das Herz, wenn ich daran denke, nicht mehr so viel arbeiten zu können – ich gebe täglich mehrere Stunden Nachhilfe und ich will die Kiddies einfach nicht im Stich lassen – andererseits ist da auch die eigene Person, die eigene Karriere, die man nicht im Stich lassen will…
    Ich hoffe einfach, dass sich das alles gut einpendelt. Und ich wünsche dir ganz viel Glück, dass du das kommende Semester mit Erfolg meisterst, du packst das 🙂

    Liebe Grüße!
    Vicky
    http://daydreamsandcoconuts.blogspot.de